starting business Erfolgsgeschichten: SigmaHeat

starting business Erfolgsgeschichten: SigmaHeat

Was macht SigmaHeat?

Rund ein Drittel aller CO2-Emissionen in Deutschland entstehen durch Heizungsanlagen. Zudem ist jede zweite Heizungsanlage technisch veraltet und damit ineffizient. Durch die Klimakatastrophe können wir uns diese Emissionen nicht mehr leisten. Hinzu kommt, dass die Heizkosten immer weiter steigen und wir nicht überall einfach regenerative Energien nutzen können. Wir von SigmaHeat lösen diese Probleme durch unsere CO2-Bilanzierung und Erfassung in Echtzeit, unabhängig und vernetzt. Unsere Vision ist es, Heizungsanlagen ganzheitlich mit unserer Plug & Play-Technik zu digitalisieren und zu analysieren. Dabei betrachten wir nicht nur den Heizkörper, sondern das gesamte System. Unsere Zielkunden sind Eigentümer*innen und Betreiber*innen mit einer zentralen Gasheizung, was in Deutschland ca. 3,4 Millionen Gebäuden entspricht. Darüber hinaus messen wir auch alle weiteren Energieträger. Neben der Messung bieten wir auch direkte Einsparpotentiale an, die wir bereits bei der Installation erkennen können. In unserem erweiterten Service ist auch eine persönliche Analyse und Kundenbetreuung enthalten, sodass wir unseren All-Inklusive-Service vom Messgerät, über die Datenübertragung bis zur automatischen Analyse um individuelle Aspekte erweitern.

Wie ist es zu der Gründung gekommen?

Maik hat in seiner beruflichen Laufbahn Energiemanagementsysteme für Kunden implementiert und dabei festgestellt, dass die Systeme meist nicht für das Managen von Energie genutzt wurden. Zudem haben Maik und Sebastian als Energieberater auch häufig Anlagen gesehen, die falsch parametriert sind und falsch betrieben werden. Deshalb haben wir gesagt, dass wir eine einfache Lösung entwickeln müssen. Maik baute anschließend einen ersten Prototyp, der über mehrere Monate lief. In Folge haben wurde dann mit Anna und Jan die SigmaHeat GmbH im Mai 2021 gegründet. Inzwischen ist Jan aus dem Team ausgeschieden und Sönke hinzugekommen.

Was sind die negativen und/oder positiven Learnings?

Das wohl Wichtigste was SigmaHeat voranbringt ist unser Team. Ohne die tatkräftige Mitarbeit von jedem Mitarbeitenden hätte SigmaHeat niemals das werden können, was es heute ist. 2021 hatte SigmaHeat bereits 15 Mitarbeiter*innen. Dieses Wachstum war für die Entwicklung und auch die Marktpositionierung notwendig. Das ist auch das wichtigste positive Learning, denn wenn wir uns Ziele setzen, können wir uns auf unser Team verlassen und so das Ziel erreichen. Es ist das Team, was ein Startup nach der Gründung und auch später ausmacht. Exzellente Mitarbeitende bringen sich mehr als über das übliche Maß hinaus ein und das wollen wir auch honorieren. Learnings sind nie negativ. Dennoch können wir sagen, dass wir auch aus der Vergangenheit gelernt haben und dafür zum Teil mehr bezahlen mussten, als wir wollten. Dazu zählt insbesondere das Recruiting, vom Gründenden bis zum Mitarbeitenden in der Produktion. Insbesondere in stressigen Zeiten lernt ihr euch und eure Mitgründer*innen wirklich kennen. Nicht jeder ist für jede Aufgabe gut geeignet. Jedoch zeigt uns die Erfahrung auch, dass einem dieses Learning niemand abnehmen kann.

Roadmap und was die Zukunft bringen soll?

Wir wollen einen wesentlichen Nutzen zum Klimaschutz beitragen. Deshalb werden wir uns verstärkt auf den Produkt-Market-Fit fokussieren, unsere Technik weiterentwickeln und unseren Personalstamm ausbauen. Auch Wettbewerbe und Messen werden uns dieses Jahr begleiten. 2022 werden wir 100 Pilotprojekte starten, 60 hiervon sind bereits vereinbart. Derzeit bilanzieren wir bereits ca. 14.000 m² Wohnfläche mit über 250 Geräten. Bis 2030 wollen wir 10 % des europäischen Marktes erschlossen haben. Gemeinsam können wir die Klimakatastrophe noch abwenden und so das Klima messbar schützen.

Verfasst von: Maik Brinkmann und Anna Dryaeva

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